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Spüren Sie in Namibia die Natur hautnah .......
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Namibia ist das ideale Reiseland für Afrika-Anfänger. 300 Sonnentage im Jahr, der Flug dauert nur neun Stunden, kein Jet-Lag, viele deutschsprechende Einwohner, deutsche Zeitungen und Fernsehprogramme, Namibia ist ein sehr sicheres Land, solange man der Strassensituation entsprechend fährt, auf Tiere und Menschen auf der Fahrbahn achtet, und nicht mit 100 km über die Gravel Roads rast. Wer in Afrika mit dem Wagen unterwegs ist, der
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muss Zeit mitbringen. Die Entfernungen sind, wie im benachbarten Südafrika, riesig. 15 Prozent des Landes stehen unter Naturschutz und es wird bald noch sehr viel mehr Fläche geschützt sein, denn die Regierung plant, den Etosha Park bis zum Atlantik auszudehnen. Ebenso wie Botswana ist auch Namibia ein Land der Tierparadiese, es ist aber auch das Land der Himba und der Herereo, das Land der San und Khoi Khoi, der Buschmänner. Namibia ist das Land der Wüste und der Dünen, das Land des rauhen Atlantiks mit der Skelettküste und mit der ältesten Wüste der Welt, der Namib. Wir beginnen mit unserer Reise im nordöstlichsten Zipfel des Landes, dem Caprivi Streifen. Diese Gegend gilt unter Insidern immer noch als Geheimtip, im KAZA-Projekt fällt der Gegend eine zentrale Rolle zu, die Bevölkerung nimmt schon aktiv teil am entstehenden Megapark: In sogenannten Conservancies profitieren die Menschen von der Natur und umgekehrt, durch den Tourismus im Gebiet entstehen neue Einnahmequellen für die Menschen, die dadurch vom Wildern abgehalten werden. Der Caprivi Streifen ist ein Durchzugsgebiet für tausende Elefanten aus Botswana in Richtung Namibia, Angola und Sambia. Der geschichtsträchtige Landstrich wurde 1890 im Vertrag zwischen Deutschland und England geschaffen als Zugang zum Zambesi von Deutsch-Südwest--Afrika aus, im gleichen Vertrag wurde Helgoland gegen Sansibar getauscht.
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An den Caprivi Streifen an schliesst die Region Kavango, ein Hochplateau von über 1000 m Höhe, gebildet durch den Okavango. Durch den Okavango ist diese Gegend wesentlich grüner als der Rest Namibias. In Rundu gibt es nichts Aufregendes, aber viele schöne Stellen am Okavango. Zwischen der Stadt Katima Mulilo am Zambesi an der Grenze zu Sambia bis nach Rundu gibt es auf über 500 km so gut wie nichts zu kaufen, vor allem gibt es keine Tankstelle. Das Volk der Kavango lebte beiderseits des Okavango, seit dem Bürgerkrieg in Angola sind die meisten auf die namibische Seite geflüchtet. In Rundu verlässt man die Nationalstrasse B8, die durch den Caprivi nach Windhoek führt, um an die Epupa-Fälle ganz im Norden zu fahren. Zunächst durchfährt man Ruacana, ein Ort, der entstand, weil hier am Kunene ein Staudamm mit Kraftwerk gebaut wurde. Das Kraftwerk versorgt zeitweise ganz Namibia mit
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Energie. Die Ruacana-Fälle sind in der Trockenzeit eine Enttäuschung und in der Regenzeit kommt man meist gar nicht so weit. Der Grenzfluss Kunene mit den nächsten Wasserfällen unweit des Ortes Epupa wird aus dem angolanischen Hochland mit enormen Mengen an Wasser gespeist. Die Fahrt an die Epupa-Fälle ist anstrengend. Der Aufwand wird aber belohnt, direkt an den Fällen logiert man im Omarunga Camp unter Palmen direkt am Wasser. Trotz heftiger Gegenwehr soll auch in Epupa in den nächsten Jahren ein Staudamm mit Kraftwerk gebaut werden. Von Epupa aus fährt man in Richtung Süden wieder ins Land zurück. In Okongwati muss man sich entscheiden, ob man über den berüchtigten Van Zyls Pass weiterfährt. Er darf nur von Ost nach West befahren werden. Hat man ihn überquert, gibt es kein Zurück mehr. Auch mit einem Geländewagen ist der Pass nur schwer zu bewältigen, denn die Strecke besteht aus blankem Fels, der nur im Schrittempo befahren werden kann. Der Abstieg ist, nach einem atemberaubenden Blick in das Marien- flußtal, noch gewagter als der Weg hinauf zum Pass. Weiter über den Pass ins Kaokoveld, trifft man auf einsame Himba-Dörfer, hierher kommen so gut wie keine Touristen.
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Die Himba leben bis heute als Jäger und Sammler oder Viehzüchter in dem Gebiet zwischen dem Kunene, dem Ovamboland und dem Damaraland, beides sind ehemalige Homelands. Das Stammesgebiet der Himba ist so trocken, dass fast kein Ackerbau möglich ist. Nur Mais und Kürbis wachsen spärlich. Der ganze Stolz des Volkes sind seine Rinder und Ziegen. Die typische rote Farbe aus geriebenem Sandstein, einem Harz und Fett, hilft gegen Insekten und schützt vor zu hoher Sonneneinstrahlung. Ungefähr 7000 Menschen leben traditionell im schwer zugänglichen Kaokoveld ohne Ausweis, ohne Bankkonto und ohne Verwaltung. In nicht ganz so unzugäng- lichen Orten passen sich aber auch die Himba an die moderne an, es gibt mobile Schulen und es werden Andenken gefertigt und verkauft. Das Highlight jeder Reise nach Namibia ist eine Safari durch den Etosha National Park. 22.200 km² fast ebene Fläche mit nur drei staatlichen Camps im Park. Die im Zentrum des Parks gelegene Etosha Pfanne, eine Salzpfanne, füllt sich sehr selten mit Wasser, nur dann, wenn es wirklich stark regnet.
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10 cm hoch steht das Wasser im Park und sein Salzgehalt ist doppelt so hoch wie der Salzgehalt von Meerwasser und zig tausende Wasservögel wie die kräftig gefärbten Rosa Flamingos brüten Zentrum des Parks. Es gibt einige dutzend Wasserstellen, sie sind bis auf drei allesamt von Menschen angelegt, so dass sich 140 verschiedene Tierarten im Park wohl fühlen. Beste Reisezeit ist Mai bis September. Im namibischen Winter muss man allerdings nachts mit Temperaturen unter 0° rechnen. Elefant, Büffel, Nashorn, Löwe und Leopard, die Big Five, sind fast schon “normal” im Etosha National Park. Daneben trifft man an den Wasserstellen der drei staatlichen Camps Halali, Okaukuejo und Namutoni natürlich auch andere Tiere wie Steppenzebras, Antilopen, Giraffen... Der unerfahrene Besucher ist oftmals enttäuscht vom Etosha Park, die relativ unwirtliche, trockene Steppe ist nicht zu vergleichen mit Tierparks ins fruchtbareren Gegenden Afrikas. Der Name Etosha bedeutet aber auch bezeichnend großer, weißer Platz. Das zweitgrösste Naturschutzgebiet Afrikas mit der Grösse des Bundeslands Hessen zieht jährlich eine Viertel Million Besucher an. Alle vier Gates und die Tore der drei staatlichen Restcamps werden, typisch deutsch, pünktlich bei Sonnenaufgang geöffnet und bei Sonnenuntergang geschlossen. Wer sich dann nicht innerhalb eines Camps oder ausserhalb des Parks befindet, muss die Nacht im Wagen verbringen, umgeben von wilden Tieren.
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Vom Etosha National Park aus geht es in zwei Richtungen weiter nach Süden. Zunächst nach Südosten in Richtung Waterberg-Plateau, nach Südwesten Richtung Damaraland und Skelettküste. An der Kreuzung zwischen der B8 und der B1, zwischen Grootfontein und Tsumeb liegt Otavi, Zentrum des Otavi-Dreiecks. Der Landstrich ist regenreich und grün und wird intensiv für Landwirtschaft genutzt. Über das Bergbaustädtchen Tsumeb und die Quellenstadt Grootfontein erreicht man das Waterberg-Plateau, ein 200 m hoher, 20 km breiter und 50 km langer Tafelberg, ein interessanter Naturschutzpark mit ungewöhnlicher Flora (Korallenbäume, Feuerlilien, Feigenbäume) und ein Paradies für Wanderer. Nach Südwesten vom Etosha Parka aus erreicht man schnell den malerisch klingenden Ort Khorixas, der Ausgangspunkt ist für Exkursionen zum Brandberg-Massiv, nach Twyfelfontein und in den versteinerten Wald. Weiter in Richtung Süden, kurz vor Uis, liegt die White Lady, eine mehrere tausend Jahre alte Felszeichnung, eine von geschätzten 60 - 200.000 Zeichnungen der Buschleute am Brandberg-Massiv. Ausserdem ist Khorixas Ausgangspunkt für Ausflüge in den Skeleton Coast National Park. Der südliche Teil des Parks ist Naherholungsgebiet und mit Permit frei zugänglich, der nördliche Teil, der bis an die Grenze Namibias am Kunene reicht, ist für Individual- Reisende nicht zugänglich. Der grösste Schiffs-Friedhof der Welt ist Teil der Wüste Namib, der ältesten Wüste der Welt. Die Skelettküste ist ein lebensfeindlicher Küstenstrich, der sowohl im Wasser durch den Benguelastrom, als auch an Land durch das Fehlen von Wasserstellen einst tödlich war für viele Schiffe.
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Trotz der lebensfeindlichen Umgebung gibt es reichlich Leben an der Küste, riesige Robbenkolonien ernähren die Fleischfresser wie Wüstenlöwen, Schakale und Hyänen. Auch Pflanzenfresser wie Nashörner, Giraffen, Zebras, Kudus und Elefanten bevölkern die Dünen der Skelettküste. Umstritten ist, ob die Wüstenelefanten, von denen man lange annahm, es wären Sagengestalten, eine eigene Elefantenart sind oder nicht. Nichts desto trotz ist es ein Wunder, dass sie unter den extremen lebensfeindlichen Bedingungen überleben können. Vom nördlichen Tor des Skeleton Coast National Park am Ugab-River aus kommt man an das weltberühmte Cape Cross. Eine Kolonie von Zwergpelzrobben ist zu besichtigen, es gibt geschätzte 100.000 bis 250.000 Tiere entlang der Küste. Im Oktober und November bringen sie ihre Jungen zur Welt und am Cape Cross sind sie gut zu besichtigen, vorausgesetzt, man hat einen guten Magen! Den Tieren voraus eilt ein beißender Geruch und man hört die Tiere, bevor man sie sieht!
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An der Landspitze landete im Jahr 1486 der erste Europäer in Südwestafrika, der Protugiese Diego Cao und errichtete ein Steinkreuz. Der Platz wurde schön gestaltet und in der Form des Sternbildes Kreuz des Südens gepflastert und in Terrassen angelegt. Über den jungen Badeort Hentiesbay erreicht man Swakopmund in weniger als eine Stunde Fahrtzeit. Swakopmund war als Hafen für deutsche Einwanderer von Bedeutung, noch heute sind 20 % der weissen Bevölkerung deutsch- stämmig und die deutsche Geschichte wird überall im Stadtbild sichtbar. Die Mischung aus afrikanischer Stadt und Nordseeheilbad zieht neben Reisenden auch Ruheständler aus ganz Namibia und auch aus Südafrika an, denen das milde mediterrane Klima zusagt.
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Weitere Zeugnisse der deutschen Geschichte sind das Brauhaus, Alter Bahnhof, Altes Amtsgericht, Prinzessin Rupprecht Heim, die Landungsbrücke (Jetty) und das Dampfmobil “Martin Luther”. Aus neuerer Zeit ist das See-Aquarium, im Umland gibt es den Welwitschia Trail, er führt zur Mondlandschaft am Swakop River und weiter in den Namib Naukluft Park. Die Welwitschie kommt nur in der Namib in Namibia und Angola vor, die Pflanzen werden bis zu 1500 Jahre alt. Von Swakopmund zum Bosua Pass oder von Walvis Bay nach Kuiseb sind die einzigen Abschnitte des Namib Naukluft Parks, die öffentlich zugänglich sind, abgesehen von Sesriem. Der Grossteil des grössten Naturschutzgebietes Namibias ist für Besucher nicht zugänglich. Von Walvis Bay über Kuiseb kommt man zum wohl bekanntesten Reiseziel in Namibia, nach Sesriem. Die dramatischen Wüstenlandschaft des Sossousvlei will sicher jeder Namibia-Reisende einmal gesehen haben. Die zartrosa bis dunkelrot gefärbten Dünen der Namib gehören mit teilweise bis zu 300 m zu den höchsten Dünen der Welt.
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Fährt man von Swakopmund aus über die Hauptstadt Windhoek nach Sesriem, kann man gleichzeitig einen Abstecher in die Orte Mariental und Maltahöhe machen. Beide Orte wurden nach Frauen früherer Gründer benannt. Nahe bei Mariental liegt der Hardap-Stausee und das Hardap Erholungsgebiet. Nur 170 km sind es von Mariental aus in den Kgalagadi Transfrontier Park. Verpassen Sie auf keinen Fall Schloss Duwisib, nur 70 km von Maltahöhe entfernt, erscheint es wie eine Fata Morgana, es ist eine der skurrilsten Kolonialbauten Namibias. Am nördlichen Ende des Namib Naukluft Parks liegt die Gründerstadt Lüderitz.
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Die farbenprächtige und nostalgische Stadt aus der Gründerzeit Namibias wurde in der Zeit des Diamantenfiebers ab 1908 durch wunderschöne Häuser im Kolonialstil ausgebaut. Das rauhe aber gesunde Seeklima führt nicht selten zu Wind in Sturmstärke. Nahe bei Lüderitz besucht man sicher auch die Geisterstadt Kolmanskop. Von Lüderitz fährt man 120 km über eine der landschaftlich schönsten Strecken Namibias durch die Dünen-Namib bis in das kleine Örtchen Aus, man kommt an den wilden Pferden von Garub vorbei, einst war das eine kleine Bahnstation an der Strecke nach Lüderitz. Weiter geht es nach Keetmanshoop, auch eine Gründersiedlung im deutschen Kolonialstil, in der Nähe liegen der Giant’s Playground, eine Fläche riesiger erodierter Granitfelsen, und der Köcherbaum-Wald und der Mesosaurus, der Köcherbaum bekam seinen Namen, weil angeblich die Buschleute ihre Pfeilköcher aus den Ästen fertigten.
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Die Reise durch Namibia endet in einem weiteren Naturschutzgebiet, dem Ai-Ais - Fish-River - Richtersveld Park, der ebenso wie der Kgalagadi Transfrontier Park ein Park über Ländergrenzen hinweg ist. Der zweitgrösste Canyon der Welt ist nach dem Etosha Park am zweithäufigste Touristenattraktion des Landes. In Ai-Ais, einem beliebten Thermalbad (das Wasser ist 60° heiss und reich an Sulfaten), liegt der Ausgangspunkt für Wanderungen durch den Canyon, der allerdings nur im Winter von Mitte April bis Mitte September begangen werden darf. Der Oranje, der längste Fluss des südlichen Afrikas bildet die Grenze zum Nachbarn Südafrika. Hier lässt es sich bequem Boot fahren und die einmalige Mondlandschaft des Richtersveld betrachten.Wo auch immer Sie in Namibia reisen, Sie werden den Sternen immer sehr nah sein. Die unverschmutzte Atmosphäre und die geringe Feuchtigkeit macht Namibia zum idealen Land für Sternenbeobachtung.
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Wer einmal in Namibia nachts in der Wüste das Kreuz des Südens betrachtet hat, wird immer wieder kommen. Nirgendwo kommt man den Sternen näher, als in Namibia! |
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